Was DU tun kannst.

Wie wir die Erde schützen können. Mit 9 Dingen, die du in deinen Alltag integrieren kannst.

Liebste Lesende,

Nach noch mehr Veränderungen und ein paar Schwierigkeiten mit dem Gesetz, jetzt hoffentlich ein endgültiger Titel. Hiermit willkommen im Femi Cafe!!! Ein virtuelles, feministisches Cafe, in dem du dich durch die Beiträge „blättern“ kannst, mit einer Tasse Kaffee oder Tee in der Hand. Gerne kannst du auch immer Kommentare hinterlassen oder eine E-Mail schreiben, um in tatsächliche Kommunikation zu treten. Nun aber zum dies-wöchigen Thema: unsere Umwelt und was DU tun kannst, um sie zu schützen.

Oft sehe oder lese ich Nachrichten über große Organisationen, die riesige Aktionen starten, um den Klimawandel zu stoppen. In den Momenten fühle ich mich machtlos in meiner Position oder bin davon überzeugt, nur so und nicht anders, kann ich etwas für die Umwelt tun. Aber das stimmt nicht ganz. Im Folgenden findest du eine Liste mit 9 Dingen, über welche allein du die Macht hast.

  1. Plastikverpackungen beim Einkaufen vermeiden. In den meisten Läden gibt es immer auch verpackungsfreie Produkte. Am besten bringst du deinen eigenen Beutel mit und hast am Ende des Jahres viel Müll vermieden.
  2. Einen eigenen Becher „To go“ mitbringen.
  3. Auf Kurzstreckenflüge verzichten. Bei einem Flug von Berlin nach München (hin und zurück), stößt ein Flugzeug rund 308 kg CO2 aus. Im Vergleich liegt der Zug nur bei 34 kg.
  4. Weniger Fleischkonsum, mehr pflanzliche Alternativen. Tierhaltung und Fleischproduktion machen 14,5% aller Treibhausgasemissionen aus.
  5. Mehr Bio und regional einkaufen.
  6. Beim Klamotten kaufen auf second hand achten.
  7. Produkte mit Palmöl/fett vermeiden. Einer der Gründe, warum der Regenwald gerodet wird, ist dieses Öl.
  8. Auf bestimmte Siegel achten (FairTrade/Bio/vegan/Naturland/der blaue Engel).
  9. Kommunikation. Rede mit deinen Mitmenschen über deine Entscheidungen, teile, was du zugunsten der Umwelt entscheidest, vielleicht nimmt sich jemand ein beispiel an dir und lässt sich motivieren, ebenfalls etwas beizutragen.

Und zu guter Letzt: Prioritäten setzen! Natürlich ist Fleisch lecker, natürlich ist ein Flug billiger als die Bahn, natürlich kann man sich nicht immer 15 min. mehr Zeit im Laden nehmen, um auf bestimmte Inhaltsstoffe zu achten. Aber am Ende steht doch immer die Frage, ob man sich jetzt endlich mal aus seiner Komfortzone bewegen möchte, seine Priorität auch einmal auf das Wohlbefinden eines Planeten setzt und der nächsten Generation vielleicht eine bessere Welt hinterlässt.

Es ist einfach Fleisch zu essen, es ist lecker. Du hast dich daran gewöhnt und es ist zur Selbstverständlichkeit geworden. Doch ist der einfachste Weg auch immer der beste?

your choice.

Und mit diesen, doch etwas direkten Worten

Ciao.

Hart.

Liebste Lesende,

Den ganzen Tag saß ich vor dem Laptop ohne ein geschriebenes Wort. Mir schwammen viele Themen durch den Kopf, über die ich hätte schreiben können, aber in der Lage etwas aufs Papier zu bringen, war ich nicht. Mit dem Schreiben über politische Themen geht (meiner Erfahrung nach) immer Unsicherheit einher. Entsprechen die recherchierten Fakten auch wirklich der Realität? Schreibe ich politisch korrekt? Erst gerade eben ist mir aufgefallen, dass ich in meiner Anrede lediglich eindeutig männliche und weibliche Personen angesprochen habe, aber z.B. intersexuelle Personen außenvor ließ (es sei hiermit berichtigt;)) Es ist nicht leicht, einfach, zack, einen selbstsicheren Text auf die Beine zu stellen und sich super sicher damit zu fühlen. Aber learning by doing, right?!


Heute, am 19.03, war globaler Klimastreik und ich und rund 200 andere Menschen standen in Weimar auf der Straße (für unsere mittelgroße, kleine Stadt gar nicht mal so schlecht). Auch noch 2 1/2 Jahre nach Greta Thunbergs erstem Streik ist es wunderbar zu sehen, wie viele Menschen die Lahmheit der Politik aushalten, sich nicht unterkriegen lassen und immer noch auf die Straße gehen, um für das Klima zu kämpfen. Und damit ist es noch nicht einmal getan. Heute steht die FFF-Bewegung nicht nur für eine bessere Klimapolitik, sondern intersektional auch für Antikapitalismus, Antifaschismus, und Feminismus ein.

intersektional?

Intersektionalität bedeutet ganz einfach, dass es Schnittmengen in unterschiedlichen Diskriminierungsformen gibt. Grundsätzlich in den Kategorien Geschlecht, Klasse und Ethnie. So kann eine schwarze Frau gleichzeitig von Rassismus betroffen sein, wie auch aufgrund ihres Geschlechts unterdrückt werden.

Die FFF-Bewegung betrachtet das Problem also nicht nur von der rein klimapolitischen und eurozentrischen Seite aus, sondern stellt dabei klar, dass die Lösung des Problems viel vernetzter und komplexer ist. So ist zum Beispiel der globale Süden viel härter von den Folgen der Klimapolitik in Deutschland betroffen, als wir selbst. Es heißt also nicht mehr nur noch „climate change“, sondern „system change“. Nicht nur die Klimapolitik, sondern ganze Machtstrukturen müssen verändert werden.


WORLD.

Dieses Mal war zwar alles ein bisschen kürzer, aber ich hoffe, dich vielleicht trotzdem zum Nachdenken angeregt zu haben;)

Ciao.

Über einen Neuanfang und den feministischen Kampftag.

Liebste Leserin, liebster Leser

Wie du wahrscheinlich schon mitbekommen hast, hat sich hier ein bisschen was verändert. Ich hatte es im letzten Beitrag schon angekündigt: Ich möchte mich jetzt „nur noch“ auf politische Themen konzentrieren, zum Beispiel mehr über Feminismus, BLM, Aktivismus und LGBTQ+ schreiben. Ich denke, gerade jetzt ist es wichtig keinen Blümchenblog zu führen (so sehr ich sie auch liebe!), sondern über Dinge zu berichten, die schlichtweg gehört werden wollen!

Was werden wir tun? Wie können wir verändern? Werden wir laut? Bleiben wir still? Setzen wir einen Funken?!

Es ist zwar schon wieder sechs Tage her, aber jeden Tag ein Thema (das sollte es zumindest sein). Der feministische Kampftag, den vielleicht auch viele unter „Weltfrauentag“ kennen. Warum aber feministischer Kampftag?



Der erste und wahrscheinlich auch offensichtlichste Grund ist dieser hier:

Was passiert hauptsächlich am Männertag? Männer feiern sich, gehen auf Partys und betrinken sich. 2019 ereigneten sich in Deutschland am Männertag 263 Verkehrsunfälle unter Alkoholeinfluss, 165 mehr als an einem normalen Tag (Quelle siehe unten). Und was passiert hauptsächlich am Frauentag? Menschen gehen weltweit auf die Straße, kämpfen für ihre Rechte, fordern Gleichberechtigung und stehen für eine gerechtere Welt ein. Es ist nicht nur ein Frauentag. Es ist ein Kampftag!

Warum feministisch?

Vielen Menschen (eingeschlossen mir) ist es an diesem Tag wichtig, für Gleichberechtigung einzustehen. Nun wird aber schnell klar, dass nicht nur Frauen vom patriarchalen System unterdrückt bzw. benachteiligt werden und der Begriff „Frauentag“ irrtümlich ist und bestimmte Menschen ausgrenzt. Es geht an diesem Tag also nicht nur um Frauen, sondern um sogenannte FLINTA* Personen. Dieser Begriff schließt Frauen, lesbische Frauen, inter Menschen, nicht-binäre Personen, Trans*gender Personen, agender Personen und weitere ein (Begriffserklärungen unten;)). Da sich der Feminismus nicht nur mit der Gleichberechtigung zwischen Mann und Frau beschäftigt, sondern der aller Menschen, feiere ich und viele andere Menschen am 08. März nicht den Weltfrauentag, sondern den feministischen Kampftag.


Begriffserklärung FLINTA *

  • F : Frauen (hier heterosexuelle cis-Frauen)
  • L: lesbische Frauen (homosexuelle Frauen)
  • I: inter Personen (Personen, die aus biologischen Gründen nicht eindeutig dem Geschlecht des Mannes oder der Frau zugeordnet werden können)
  • N: nicht-binär (Personen, die sich als Frau und Mann identifizieren und weder nur das eine oder andere sind, bzw. sich weder als weiblich noch männlich identifizieren)
  • T: trans-Menschen (Personen, die sich nicht mit dem bei der Geburt zugeordnetem Geschlecht identifizieren bzw. es ablehnen)
  • A: agender Personen (Personen, die sich mit keinem Geschlecht identifizieren, geschlechtslos sind)
  • *: schließt alle Menschen (hier nicht heterosexuelle cis-Männer) mit ein, die nicht genannt werden, aber unwiderruflich dazugehören

So. Das wars erstmal wieder. Lass gerne deine E-Mail Adresse für Updates da und schreib mir, wenn du Tipps, Anmerkungen oder Wünsche hast!

Ciao.

Quellen

• Infografik: Am Vatertag passieren die meisten Alkoholunfälle | Statista

black history month.

3 Persönlichkeiten und ihre Geschichte

Liebste Leserin, liebster Leser,

Der Februar, den du vielleicht auch als „black history month“ kennst, geht dem Ende zu und ich habe mir gedacht, dass es eine gute Gelegenheit sein könnte dir ein paar Persönlichkeiten vorzustellen, die es nicht immer in die Geschichtsbücher geschafft haben, nicht DIE Anführer oder Helden großer Widerstandsgruppen waren, aber trotzdem wichtige Grundsteine gelegt haben, möglicherweise jemandens Vorbilder und ein Teil des Großen und Ganzen waren (unten verlinke ich dir die Quellen, wenn du Lust hast mehr darüber zu lesen).


Sadie Tanner Mossel Alexander (1898-1989)

1921 wird sie zur ersten afro-amerikanischen Frau, die einen Doktor in Wirtschaftswissenschaften und 1927 zur ersten, die einen Abschluss in den Rechtswissenschaften der University of Pennsylvania Law School bekommt. Trotz ständiger Schwierigkeiten aufgrund ihrer Hautfarbe, setzte sie sich ihr Leben lang aktiv für Gleichberechtigung und Bürgerrechte in den USA ein und im Alter von 91, war sie Preisträgerin von sieben Ehrentiteln.


Ella Baker (1903-1986)

Ella Baker mag für viele außerhalb der Aktivismus-Kreise ein unbekannter Name sein, doch innerhalb derer wurde sie oft als „Mutter der Bürgerrechtsbewegung“ bezeichnet. Sie war u.a. Mitarbeiterin (und später Direktorin) der NAACP (national association for the advancement of colored people). Im Süden der USA war sie viel unterwegs, um weitere Mitglieder zu gewinnen und ihr Wissen an andere Generationen weiterzugeben. Sie strebte die Vernetzung unterschiedlicher Schichten an und arbeitete sowohl mit Fachkräften, als auch ungelernten Arbeitern.


Gil Scott-Heron (1949-2011)

Gil Scott-Heron ist ein New Yorker Poet, Musiker und Aktivist, der durch seine gesellschaftskritischen Texte, Bewusstsein für die afroamerikanischen Menschen und deren Kultur schuf. Mainstream – Popularität erreichte er nie und trotzdem wird er von einigen als „godfather of rap“ bezeichnet, seine musikalischen Ideen sind immer noch Inspiration für heutige Musiker*innen. Sein wohl bekanntestes Werk ist „the revolution will not be televised“, ein Gedicht über die kritische Verbindung zwischen TV-Konsum und Straßendemonstrationen.


Im Laufe der Bearbeitung dieses Beitrags habe ich über einige Dinge (betreffend des Blogs) nachgedacht. Dieser Blog ist ja noch so ziemlich in der Bearbeitungsphase und entwickelt sich, so wie ich und meine Vorstellungen, ständig weiter. Jetzt habe ich mich allerdings noch für ein paar „radikalere Umbrüche“ entschieden. Die zukünftige Nische, in der ich mich bewegen möchte und werde, wird die der Politik, des Aktivismus und Feminismus sein. Im Zuge dieser Entscheidung, wird sich der Name des Blogs höchstwahrscheinlich auch noch verändern. Ich hoffe sehr, dass du trotzdem dranbleibst, dich weiter für meine Einträge interessierst und offen für Neues bist : ) .

Ciao.


Textquellen:

Black people in history: Little-known figures to know (cnn.com)

Eine Biographie von Sadie Tanner Mossell Alexander (peopleperproject.com)

Sadie Tanner Mossell Alexander – Wikipedia

Ella Baker – Wikipedia

Bildquellen:

A Biography of Sadie Tanner Mossell Alexander (thoughtco.com)

MLK Day: Meet Ella Baker, Mother of Civil Rights Movement | Time

Gil Scott-Heron | Music fanart | fanart.tv


Etwas zum hoffen.

Liebste Leserin, liebster Leser,

Auf der Suche nach Themen, die dich und mich gleichermaßen interessieren könnten, bin ich diese Woche ins Grübeln gekommen. Ich habe Zeitungen, Bücher und die Tagesthemen durchforstet, aber in einer Zeit, in der Corona und die US-amerikanische Politik die Medien dominieren, ist das nicht so einfach. Und macht auch keinen Spaß. Die Medien werden von Krisensituationen, Notständen und Todeszahlen beherrscht. Ich habe schon gar keine Lust mehr, Nachrichten zu schauen oder mich über das „C-Wort“ zu unterhalten. Ich bin mutlos, sobald wieder jemand über die aktuellsten Berichte zu sprechen anfängt. Wo sind die guten Nachrichten hin? Und damit meine ich nicht, Promi-Klatsch oder schlechte Nachrichten auf Satire gemacht, sondern die wirklich tollen. Die, die dich zum lächeln bringen und in dir einen Hoffnungsschimmer wecken. Vielleicht geht es ja nur mir so, vielleicht bin ich einfach schlecht informiert und du liest ständig sowas, aber wenn nicht… dann habe ich hier für dich mal das Internet nach den wirklich guten Nachrichten durchforstet:

1. 2020 ist die Luftbelastung durch Stickstoffoxide erheblich gesunken. Lediglich 3-4% der Messtationen an den Straßen haben den Grenzwert von 40 Mikrogramm pro Kubikmeter Luft überschritten (-> 2019 waren es noch 21%). Da das hier jetzt natürlich gute Nachrichten werden sollen, lassen wir auch unerwähnt, dass dieses Ziel 2010 schon hätte erreicht werden sollen… (Quelle: Belastung durch Stickoxide sinkt stark – Politik – SZ.de (sueddeutsche.de) )

2. Nach dem Kälteeinbruch in Texas, bei dem es schon mal -39° C werden konnte, sind nicht nur Menschenleben bedroht, in dem sonst eher sommerlichen Staat. 4000 Schildkröten wurden aus dem Golf von Mexiko gefischt und in ein Tagungszentrum geschafft, wo sie sich nun von ihrer Kältestarre erholen können. Ein Hoch auf die Organisation Sea Turtle Inc., die diesen Einsatz initiiert hat! (Quelle: Nach Wintereinbruch in Texas: Rettungseinsatz für 4000 Schildkröten | tagesschau.de )

3. IKEA hat, in den USA, ein 45 Quadratkilometer großes Waldstück gekauft und es zum Schutzgebiet erklärt. Dort gerodet werden kann also nicht mehr. (Hätte ich wirklich nicht gedacht…) (Quelle: IKEA kauft Wald und erklärt ihn zum Schutzgebiet | Positive Nachrichten (nur-positive-nachrichten.de) )

4. Ein junges Unternehmen aus Wien hat sich darauf spezialisiert, Bienen in Deutschland und Österreich zu schützen und zu vermehren. Durch ihre Initiative und Partnerschaften mit anderen Unternehmen und der Zusammenarbeit mit 202 Imker*innen, schafften sie es 2020, die Bienenpopulation um 12 Millionen Bienen zu bereichern. Für 2021 ist eine Bienenpopulation von insgesamt 50 Mio. Bienen geplant! (Quelle: Durch Bienen Startup 12 Millionen mehr Bienen | Positive Nachrichten (nur-positive-nachrichten.de) )

5. Diese Nachricht ist zwar schon von Anfang Januar 2021, aber ich möchte sie hier trotzdem mit aufführen: Frauen in Russland dürfen nun 350 Berufe ausüben, die vorher nur für Männer zugänglich waren. Darunter findet sich z.B. das Fahren einer U-Bahn, als Schiffskapitän arbeiten oder die Erlaubnis zum Fällen von Bäumen ein. (Quelle: Berufsfreiheit für Frauen | Positive Nachrichten (nur-positive-nachrichten.de) )

So. Das war toll!

Ciao.

Feminismus. Und wie du schlauer aus ihm wirst.

mit 9 Büchern, die du gelesen haben solltest

Liebster Leser, Liebste Leserin,

Ein bisschen mit Verzögerung, aber jetzt da: meine kleine, feministische Literaturliste. In letzter Zeit beschäftige ich mich viel mit dieser Art von Literatur und finde, es ist eine super Gelegenheit meine Erfahrungen und vor allem meine Buchtipps nun hier mit dir zu teilen!

Im Folgenden findest du nun also eine Liste mit neun feministischen Büchern, die (wie ich finde) jeder gelesen haben sollte:

  1. Untenrum frei (Margarete Stokowski)

Mit Witz, Schlagfertigkeit und standfesten Meinungen spricht Margarete Stokowski über ihren Alltag. In ihrem Buch findest du gleichermaßen Wissen und unterhaltende Stories, so dass das lesen niemals langweilig wird. Durch die realitätsbezogenen Texte, kannst du dich schnell mit dem Erlebten identifizieren und das Buch wird zu deiner eigenen, ganz persönlichen, Geschichte. Das nächste Buch auf Platz 2 der Liste ist ebenfalls von ihr: „die letzten Tage des Patriarchats“.

3. Der Ursprung der Welt (Liv Strömquist)

Liv Strömquist sticht durch ihren ganz besonderen Stil hervor. Sie schreibt und zeichnet Comics. Queer-feministische Comics. An ihrem unbezahlbaren Sarkasmus und Humor, kannst du dich nicht satt lesen und wirst dich immer wieder beim Grinsen erwischen. Trotzdem schafft sie es, unglaublich viele Informationen in ihrem Buch zu versammeln, historische, wie auch aktuelle. In ihrem Buch „der Ursprung der Welt“ geht es vor allem um die Informationen einer ganz bestimmten Sache. Der Vulva. Aus Blickwinkeln der Religion, der Kultur, Natur und Gesellschaft, ist alles dabei. Absolut lesenswert!

… schon allein, um danach zu wissen, warum du kein Kellogs-Müsli mehr essen solltest. Ein weiterer Comic in der Liste auf Platz 4: „der Ursprung der Liebe“.

5. We should all be feminists (Chimamanda Ngozi Adiche)

„We should all be feminists“ ist ein Buch, das ich selbst noch nicht gelesen habe, worauf ich mich aber auf jeden Fall noch stürzen werde. Die Professorin, bei der ich in den Online-Vorlesungen zu „feminism and social justice“ sitze, behauptete selbst, keine Lesevorgaben zu geben, bis auf dieses eine Buch, welches jeder gelesen haben sollte. Es umfasst ca. 62 Seiten und ist in der Form eines Essay geschrieben.

6. Emma (Jane Austen)

Du wirst jetzt vielleicht die Stirn runzeln und denken : „Hä? Jane Austen schreibt doch nur Romane über Frauen, die ihren Traummann finden und generell nicht besonders out of the box denken.“ Ja, das mag zum Teil stimmen, doch musst du dir noch eines anderen Faktors bewusst werden: Jane Austen wurde 1775 geboren und hat es geschafft, in einer Zeit, in der Schriftstellerinnen größtenteils anonym bleiben mussten und ungefördert blieben, Weltliteratur zu schaffen. In ihrem Buch „Emma“ geht es um die, in vielen Bereichen, sehr talentierte, junge und reiche Frau Emma Woodhouse, die ihrer Leidenschaft als Ehestifterin nachgeht.

Jane Austen zeichnet ein realitätsgetreues Bild der damaligen Gesellschaft ab und lässt in „Emma“ auch oft durchblicken, wie es unverheirateten Frauen in dieser Zeit erging. Ein absolutes Muss, schon allein um auch mal in geschichtliche Szenarien einzutauchen, in denen Frauen die Hauptrolle spielten.

7. the handmaids tale (Margarete Atwood)

Margarete Atwood schafft ein dystopisches Amerika, welches Frauen unter einer theokratischen Diktatur kaum Rechte und kein Eigentum zugesteht. Sie sollen lediglich in der Rolle der Hausfrau, Ehefrau und Gebärmaschine vertreten sein. Ein Buch, was zum nachdenken und hinterfragen anregt! Mittlerweile gibt es auch die Serie auf AmazonPrime.

8. Boys don’t cry (Jack Urwin)

Nicht nur Frauen werden in Rollenbilder gedrängt, sollen etwas sein, was sie gar nicht sind. Auch Männer haben mit Stereotypen zu kämpfen. Sie müssen stark, aktiv und „maskulin“ sein. Sie sollen nicht weinen, sondern stattdessen das Geld für die Familie ranschaffen. In Jack Urwins Buch geht es genau darum. Er führt die längst überfällige Debatte über toxische Männlichkeit und betrachtet das Thema „Sexismus“ auch mal von der anderen Seite.

9. Wenn Männer mir die Welt erklären (Rebecca Solnit)

Rebecca Solnit untersucht in ihrem Buch „Wenn Männer mir die Welt erklären“, die verschiedenen Mechanismen des Sexismus. Der Ausgangspunkt dabei, beschreibt das „Phänomen“, bei dem manche Männer ihrem, meist weiblichen, Gegenüber Dinge erklären, ohne auf eine Reaktion zu warten, da sie in der Annahme sind, sie würden es eh nicht wissen. Die Autorin stützt sich dabei auf ihre eigenen Erlebnisse, schreibt mit Witz und Schlagfertigkeit.

Soo… Ich hoffe, ich konnte dir bei deiner nächsten Bücherwahl behilflich sein. Mach es dir mit einer Tasse Kakao auf deinem Lieblingssessel gemütlich und lass dich inspirieren!

Ciao.

Soloreise.

WIE DAS ALLEINREISEN VERÄNDERT

Abi geschafft. Puhh.

Rucksack gepackt. Reise geplant, Zugticket gekauft. Allen einen Kuss gegeben. Auf geht’s!


So ist es passiert. Drei Monate allein reisen. Solo.

Und es verändert dein Leben. Und dich. Du wächst, lernst mit dir zu leben, lernst dich kennen, lernst, was du überhaupt willst. Es ist eine Herausforderung, die du brauchst und die dich bereichern wird. Ob es dazu führt, dass du erkennst, dass das Reisen mehr deine Heimat ist als irgendetwas sonst oder du feststellst, dass zu Hause doch dein Liebling ist, ist völlig egal. Du wächst! Und findest ein Stück mehr zu dir selbst.

Der Vorteil ist, dass du allein für dich verantwortlich bist. Du musst nicht warten, musst nicht hetzen, alles passiert in deinem Tempo. Du entscheidest, wo es als nächstes hingeht, wo du noch bleiben willst. Du lernst ganz andere, und auch mehr Menschen kennen, wenn du allein unterwegs bist und lernst schnell, offener zu sein.


Der Nachteil ist, dass du nicht immer sofort jemand Vertrauten an deiner Seite hast, der dir durch schwere Zeiten hilft. Dass du allein für dich verantwortlich bist, kann auch eine große Herausforderung darstellen. Du musst ständig in charge of everything sein. Kannst dein Gepäck nicht einfach irgendwo stehenlassen und wann ging der Zug wo nochmal?

Als Frau allein zu reisen, birgt ebenfalls gewisse Risiken. Da ich in Italien unterwegs war, musste ich mir darüber nicht allzu viele Gedanken machen, trotzdem gab es immer wieder Situationen, abends am Bahnhof in Rom, in denen ich froh war, abgeholt worden oder zu zweit unterwegs gewesen zu sein, von und mit Menschen, die ich in einem Hostel kennenlernte. Bevor du eine Soloreise angehst, solltest du dich also auf jeden Fall im Voraus über solche Dinge informieren, wie das Frauenbild dort ist oder wie die Kriminalitätsrate (dies natürlich auch für die Männer unter uns) aussieht.


Wenn du dich aber um all solche Sachen gekümmert hast, dann erwartet dich ein Meer an Eindrücken, herzlichen Menschen und Gesprächen, Erinnerungen, wohligen Tagen und Gedanken. Langsam lässt du dich auf deinen neuen Alltag ein und genießt. Eigentlich genießt du dann nur noch.


Natürlich ist es gerade schwierig, um nicht zu sagen „nicht möglich“, zu reisen. Aber verlier die Hoffnung nicht! Träum weiter! Schmiede Pläne! Es wird eine Zeit kommen, in der das alles wieder geht! Und dann wird es nur umso wunderbarer!

„Die gefährlichste aller Weltanschauungen ist die Weltanschauung der Leute, welche die Welt nicht angeschaut haben.“

Alexander von humboldt

Ciao.

Etwas bewegen.

Liebste Leserin, Liebster Leser

Du sitzt gerade zu Hause und denkst über die Welt nach? Darüber, dass du immer weniger Gutes siehst? Dass Probleme in der Politik, der Gesellschaft und Umwelt sich zu vervielfachen scheinen?! Dass du aber allein wohl kaum etwas bewegen kannst?!

Ich habe mal ein bisschen recherchiert und auch ein paar meiner Gedanken hervorgekramt, damit ich dir in diesem Beitrag zeigen kann, dass du keineswegs allein und der/die Einzige bist. Im Hinter-und Vordergrund befinden sich kleine und große Organisationen und Bewegungen, bei denen du dich engagieren kannst, um etwas zu bewegen. Denn es braucht dich, die Einzelperson, um die Masse hervorzuheben!

Ich möchte selbst mit meiner kleinen Erfahrung des letzten Wochenendes beginnen. Mit zwei Freundinnen bin ich in den Dannenröder Wald gefahren. Die Rucksäcke gepackt, Zugticket gekauft und los ging es! Vielleicht hast du davon schon einmal gehört: Es ist eine Bewegung, die sich anfänglich dafür eingesetzt hat, dass die Autobahn A49 nicht gebaut wird, da dafür große Flächen des Waldes gerodet werden müssten, plus eine Grundwasserverschmutzung und Trinkwasserkappung für 500.000 Menschen zur Folge hätte (Für detailliertere Infos schau doch mal auf deren Website vorbei: Wald statt Asphalt 🌳✊ – Großes Protestcamp am Dannenröder Wald (wald-statt-asphalt.net) ). Mittlerweile besteht diese Bewegung schon seit vielen Jahren und es reicht schon viel weiter, als der bloße Protest gegen die A49. Es werden Workshops gegeben zu Themen wie Feminismus, Sexismus, etc. Es gibt feministische Lesekreise und Antipatriarchalische Aktionen. Flächen des Waldes wurden allerdings schon gerodet, trotz alledem gibt es dort immernoch viele Dinge, für die es sich zu kämpfen lohnt. Arbeit gibt es immer und und du wirst herzlich in die Gemeinschaft aufgenommen!



Wenn du gerade zu Hause feststeckst oder nicht so viel Zeit für einen kleinen Trip aufbringen möchtest, kannst du trotzdem etwas tun! Es gibt Bürgerbewegungen, wie Campact (Campact – bewegt Politik! – Campact), Change (Change.org · Starten Sie Ihre Kampagne!) oder Avaaz (Avaaz – Die Welt in Aktion), bei denen du online Petitionen unterschreiben kannst, zu verschiedenen politischen Themen. Und jede Stimme zählt!!!

Oder hast du mal wieder deine Spendierhosen an? Dann gib das Geld doch für einen guten Zweck aus! Oben genannte Organisationen leben teilweise von Spenden, aber auch der UNICEF, Amnesty International, der Bund, die „Kampagne für saubere Kleidung“ und die „Seebrücke“ brauchen Unterstützung. Auch kleine Geldspenden reichen schon aus, da sie in einem hilfsbedürftigen Land einen ganz anderen Wert besitzen (mehr ist natürlich immer besser 😉 ).

Zum Schluss möchte ich noch beifügen, dass es auch immer mal Sinn ergibt, auf sich selbst zu schauen und Denkweisen oder Selbstverständlichkeiten zu hinterfragen.


„Auch wenn der Pullover bei H&M einfach toll aussieht, finde ich vielleicht etwas ähnliches bei alternativen und nachhaltigen Marken?“

„Diese Wurst ist echt lecker, aber müssen wirklich Tiere getötet werden, nur für ein bisschen Luxus unter der Woche?“

„Hmm, Fliegen geht zwar schneller, verschmutzt die Umwelt aber auch mehr. Für diese kurze Strecke kann ich auch den Zug oder das Auto nehmen!“


Soo… Ich hoffe, ich konnte euch einige Denkanstöße geben und schreibt doch gerne in die Kommentare, was ihr schon alles bewegt habt.

Ciao.

Daydreamers. Instagram-Account findet ihr unter diesem Benutzername: daydreamers_2021

stuck in between: wie man aus Übergangsphasen lernen kann.

Liebster Leser, Liebste Leserin

Seit einem halben Jahr habe ich jetzt mein Abitur. Habe Pläne geschmiedet, was danach passiert, wo ich hinfahre, was ich mache. Ich habe gedacht: sechs Monate bin ich bestimmt erstmal unterwegs und danach? Wer weiß das schon!?

Drei Monate habe ich geschafft. Immerhin. Dann kamen mehr und mehr Maßnahmen und irgendwann konnte ich es nicht mehr mit mir verantworten, weiterzumachen.

Jetzt sitze ich zu Hause. Warte auf die Zeit, in der ich mich fürs Studium bewerben kann und stecke zwischen der „besten Zeit meines Lebens“ und einer globalen Pandemie fest.



Vielleicht geht es dir ähnlich. Du bist in Kurzarbeit oder ganz zu Hause, kannst nicht in die Schule gehen oder hast gerade dein Abi gemacht und sitzt jetzt in deinem Zimmer, anstatt die Welt zu sehen.

Gerade jetzt ist es wichtig nicht den Mut und die Motivation zu verlieren. Gerade jetzt ist es wichtig sich an Dinge ran zu setzten, die du schon immer mal machen wolltest (im Rahmen deiner Möglichkeiten, natürlich). Gerade jetzt hast du Zeit neue Dinge zu lernen und dich um dich selbst zu kümmern.

Ich zum Beispiel habe nicht vor im Oktober in mein Studium rein zu schlittern und schon wieder vergessen zu haben, wie lernen überhaupt geht. Deswegen habe ich mich mal auf Online-Plattformen angemeldet, auf denen verschiedene renommierte Universitäten KOSTENLOSE Kurse anbieten, zu verschiedensten Fachbereichen. Hier mal meine Top 3:

  1. edX.org bietet Kurse von Harvard bis Cambridge an. Der größte Teil wird allerdings auf Englisch gehalten, du solltest also sicher in der Sprache sein, um teilnehmen zu können. -> https://www.edx.org/
  2. Die Haufe Akademie ist vielleicht nicht ganz so umfangreich, wie edx.org, dafür aber in deutscher Sprache! -> Haufe Akademie – berufliche Weiterbildung, Seminare, Schulungen, Tagungen (haufe-akademie.de)
  3. Coursera bietet dir ein riesiges Angebot in vielen Sprachen, vor allem auf Englisch, Deutsch, Französisch und Spanisch. -> Coursera | Build Skills with Online Courses from Top Institutions

Hier findest du alles von „Programmieren“ über „Geschichte“ bis hin zu „Finanzen“. All diese Kurse und Programme sind kostenlos, wenn du dir am Ende deiner Weiterbildung allerdings ein Zertifikat ausstellen lassen möchtest, um dies z.B. in deine neue Bewerbung mit einfließen zu lassen, bezahlst du zwischen 40-200€. Ich belege momentan auf edx.org einen Kurs von Amnesty International, in dem es um Flüchtlingspolitik und deren Rechte geht und einen Kurs über erneuerbare Energien. Und ich kann es zu 100% weiterempfehlen!

Wenn es darum geht, seine eigenen Projekte anzufangen, dann reichen auch schon kleine Sachen aus. Ob es das Lieblingsrezept kochen, Origami falten oder endlich mal ein gutes Buch lesen ist, ist völlig egal.

Ich habe mich an etwas größeres herangewagt, etwas, worüber ich seit einigen Jahren immer wieder nachdenken musste und jetzt finde, dass der richtige Zeitpunkt gekommen ist. Mein Bulli-Bau-Projekt!

Einen Bus gibt es schon. Es geht also um die Restauration, ihn zum laufen zu bringen und schön zu gestalten. Ich hoffe, dass ich dir in den nächsten Monaten mehr davon berichten kann und vielleicht inspiriert es dich ja, dein eigenes Projekt zu starten.


erst einmal alle Bücher dazu verschlingen!

TRÄUME GROSS.

Ciao.

Daydreamers.