warum wir Feminismus brauchen und #wegmit218

Es ist so fucking schwierig.

Ich bin so krass wütend über so viel sexistische Kackscheiße auf dieser Welt und will das endlich mal in Worte fassen und ne Message rüberbringen, aber auf dem Papier klingt alles wie 0815 Kacke.

Und ich weiß nie, wo ich überhaupt anfangen soll. Ich würde mega gerne Bewusstsein schaffen, für politische Themen, wie Feminismus im Allgemeinen, oder sexuelle Gewalt, Gender, wie Frauen auch noch im 21. Jahrhundert sexualisiert werden und ein homosexueller Mann, erst letzte Woche auf einer Straße in England von homophoben Arschlöchern niedergeschlagen wurde.

Es gibt so viele Enden und so viele Anfänge und am Ende sitze ich nur da und starre in die Luft.

Und dann schreibe ich so Listen, wie: Warum wir Feminismus brauchen.

Das sieht dann ungefähr so aus:

Warum wir Feminismus brauchen.

  • Weil Frauen für denselben Job nicht die gleiche Bezahlung wie Männer bekommen.
  • Weil drei Drittel aller (in Studien befragten) Frauen Opfer von sexueller Belästigung und ein Drittel davon, Opfer von sexueller Gewalt (fast ausschließlich von Männern) waren.
  • Weil homosexuelle Beziehungen und/oder Eheschließungen noch nicht in allen Ländern legal sind und in manchen sogar mit der Todesstrafe geahndet werden.
  • Weil Frauen in Führungspositionen weiterhin unterbesetzt sind.
  • Weil Männern in Kleidern immer noch nicht zur „Normalität“ gehören.
  • Weil Mädchen und Jungen teilweise aufgrund ihres Geschlechts erzogen werden.
  • Weil es immer noch zur hetero-Normativität gehört, dass man eine Familie gründet und Kinder bekommt.
  • Weil Abtreibung noch nicht in allen Ländern (auch in Deutschland nicht komplett) legal ist.

(…)

Und das ist ja alles schön und gut und vielleicht konnte ich jetzt einigen ein „oh krass, dass hätte ich jetzt aber nicht gedacht.“ entlocken, aber das wars dann auch.

Fang einfach an, egal wo, schreie ich mich selbst an. Der Stein wird dann schon ins Rollen kommen. Hör nur endlich mit diesem blöden Drumrumgesülze auf.

Ok. Ok.

Also fange ich an. Und ich beginne mit einem Thema, was mir selbst erst kürzlich so wirklich bewusst geworden ist: Abtreibung ist in Deutschland illegal.

WTF?

Ja, tatsächlich. Der Artikel §218 im Strafgesetzbuch macht einen Schwangerschaftsabbruch illegal. Es gibt einzelne Ausnahmen, die diesen Artikel harmloser aussehen lassen, als er eigentlich ist. So ist es zum Beispiel legal, wenn man eine medizinische oder eine kriminologische Indikation vorlegen kann (man also z.B. nach einer Vergewaltigung schwanger geworden ist). Außerdem ist die Abtreibung unter bestimmten Voraussetzungen straffrei. Dies gilt z.B., wenn der Schwangerschaftsabbruch bis zur 12. Schwangerschaftswoche geschieht, man sich drei Tage vorher ausführlich beraten lassen hat und der Eingriff von medizinischem Fachpersonal durchgeführt wird. In allen anderen Fällen, kann eine Abtreibung zu hohen Geldstrafen und sogar einer Freiheitsstrafe von bis zu 3 Jahren führen.

Mehr dazu kannst du gerne auf dieser Seite lesen: Straffreie Abtreibung: § 218a StGB | Pro Femina e.V. Hier sind auch nochmal die Artikel aufgelistet.

Ey, krass!! Das bedeutet, wenn ich ungewollt schwanger werde und, was nicht in seltenen Fällen passiert, es erst kurz nach Woche 12 erfahre und abtreiben lasse, kann ich dafür ins Gefängnis gehen?

Yep.

Soweit wird es wahrscheinlich nur in seltenen Fällen kommen, da das medizinische Personal natürlich nicht dazu befugt ist, aber schon allein das…

Warum ist das Verbot von Abtreibungen denn überhaupt so schlimm?

Nun ja, einerseits ist es dein Körper und somit auch deine, und allein deine, Entscheidung, was du mit ihm machst. Und das hat nichts mit „Mord“ zu tun (wie einige argumentieren würden), sondern mit einer verantwortungsvollen Entscheidung gegenüber der eigenen Zukunft und der des Kindes. Es gibt niemanden, der dir diesbezüglich irgendwas vorzuschreiben hat.

Wer eine Schwangerschaft nach der 12. Woche wirklich abbrechen will, schafft das auch. Ob von irgendeiner*einem Bekannten oder über Kontakte im Internet ist egal, auf jeden Fall nicht mehr von medizinischem Personal. Das Risiko, welches die Schwangere Person hierbei eingeht, ist ganz offensichtlich.

Also warum zur Hölle legalisiert man Abtreibung nicht komplett? Ist ja nicht so, dass wir gerade an Unterpopulation leiden und alle erstmal eine Abtreibung vornehmen lassen…

Momentan finden viele Proteste statt, die die bedingungslose Streichung des Artikels §218 fordern. Auf Change.org kannst du auch eine Petition mit selbigen Forderungen unterschreiben.

Hier der Link: Petition · Schwangerschaftsabbrüche & Aufklärung legalisieren, jetzt! · Change.org

Das wars soweit, bei Fragen, Anmerkungen und/oder Wünschen, schreibt mir gerne 🙂

Ciao.

Boys don’t cry.

Männer weinen nicht. Mädchen mögen pink. Frauen kümmern sich um den Haushalt. Jungs spielen nicht mit Puppen und ziehen keine Kleider an. Frauen sind leise und halten sich im Hintergrund. Männer müssen stark sein. (…)

Oder?

Ich meine, das war schon immer so und wird auch immer so bleiben. Das ist einfach unsere Natur.

Oder?  

Liebste Lesende,

solch sexistische Rollenbilder sind mittlerweile hochdiskutierte Themen, gegen die u.a. in bürgerlichen Streikbewegungen und mittlerweile auch (zum Teil) in der Politik stark angekämpft wird, obwohl sie immer noch in vielen Teilen der Weltbevölkerung eine Selbstverständlichkeit darstellen. Seltsam, wenn man bedenkt, dass eben diese Rollenbilder alles andere als natürlich sind, sondern sogenannte gesellschaftliche Konstrukte.

Aber was bedeutet das überhaupt? Woher kommen diese Konstrukte und welche Auswirkungen haben sie? Inwieweit entsprechen sie der Wahrheit und inwieweit sind sie einfach nur Bullshit?

Es ist unumstößlich, dass Frauen in der Geschichte der Menschheit unterdrückt, objektifiziert und sexualisiert wurden. Seitdem haben wir viel erreicht, wissen auf der anderen Seite aber auch genau, dass es noch viel zu tun gibt und wir weiterkämpfen müssen. Dass sexistische Rollenbilder genauso bei Männern gelten, fällt dabei meistens hinten runter. Denn obwohl Männer eindeutig eine Machtstellung innehatten (oder haben), so ist es doch genauso falsch anzunehmen, Männer müssen pauschal immer stark sein, sich durchsetzen, nie weinen, wenig reden, keine Gefühle zeigen, das Geld für die Familie ranschaffen und immer den ersten Schritt machen.

Mittlerweile ist es in den meisten Ländern normal, dass Frauen Hosen tragen, aber was ist, wenn Männer Kleider oder Röcke tragen? Es ist normal, dass kleine Mädchen auch mal blau anhaben und mit Bauklötzen spielen, aber Jungs in rosa und mit Puppen? Zwei nicht so sehr normale Bilder, oder?

Das sollten sie aber sein! Denn weder Kleidung noch Farben haben Geschlechter. Oder etwa doch?!

Ich denke, das Problem dahinter ist, dass die gesellschaftlich-kulturellen und politischen Probleme bei Frauen offensichtlicher sind (eigentlich). Stupide und auf das Grundsätzlichste heruntergebrochen, nehmen Frauen in der Geschichte die Opferrolle und Männer die Täterrolle ein. Das es den Opfern schlecht ergeht, ist ganz klar, aber den Tätern?!

So einfach ist es ja aber nicht, ich denke nur, dass es sich viele Menschen so einfach machen. Ein Grund dafür, dass Feminismus oft falsch verstanden wird.

Rein biologisch gesehen, ist es bewiesen, dass Männer im Durchschnitt mehr Muskelmasse als Frauen haben. Sie können im Durchschnitt also auch schneller mehr körperliche Arbeit leisten (was in der Vergangenheit durchaus auch seine Vorteile hatte). Da der Mensch zur Verallgemeinerung neigt, weil dies nun mal der leichteste und unkomplizierteste Weg ist, kann es schnell dazu führen, dass ALLE Männer stärker sein müssen als Frauen. Und was geht mit Stärke einher? Unkaputtbar sein, hart sein, keine Emotionen zeigen, blablabla. Und das haben dann ALLE Männer und auf der anderen Seite KEINE Frau. Und schon hat sich die Gesellschaft was richtig Schönes zusammengebacken. Tadaa! (diese Erkenntnis basiert allein auf meinen Schlussfolgerungen, nichts davon ist wissenschaftlich bewiesen😉)

Der Mainstream redet uns ein, wir seien alle Individuen und individuell und bla, und auf der anderen Seite steckt er uns in Schubladen oder stößt uns mit in den Strom. In einen Strom voller „Du bist das, dann musst du dich so und so verhalten“ und „ du bist das , dann ist das und das ein no go!“ und „Sei ein Mann!“ und „Sei keine Pussy!“

Hallo?!

Zeig deine Emotionen! Oder lass es bleiben! Sei stark oder lass es bleiben! Sei ein Mann, eine Frau, sei beides oder nichts oder was ganz Neues! Häng dich nur nicht an Jahrtausend alten Rollenbildern auf, deren Haltbarkeitsdatum schon zur Zeit der ÄgypterInnen* abgelaufen war.

Punkt.

Kleiner, freundlicher Reminder:  

Feminismus bedeutet nicht, Frauen müssen auf dieselbe Ebene wie Männer gehoben werden, Feminismus bedeutet, dass jeder Mensch frei ist in dem, zu tun und zu lassen was man will. Und damit meine ich frei in jedem Sinne.


BUCHEMPFEHLUNG! Zum Ende dieses Beitrages möchte ich eine Buchempfehlung machen. Ich hatte sie schon in einem ehemaligen Beitrag erwähnt, mache es aber mit Freuden noch einmal. Das Buch „Boys dont cry“ ist von Jack Urwin und befasst sich eben mit dieser maskulinen Toxizität und Stereotypen, die schon seit eh und je überfällig sind.


Ciao.

Ein paar Worte.

Liebste Lesende,

Bevor ich mit dem eigentlichen Thema beginne, wollte ich noch einmal auf den letzten Blogeitrag zurückkommen. Ich hatte eine interessante Konversation mit einer Freundin, über das Thema Umwelt und wie wir ihr schaden bzw. nützen können. In diesem Rahmen habe ich mir eine Podcast-Folge zu genau diesem Thema angehört und stehe absolut hinter gesagten Dingen, die ich zum Teil versuche hier wiederzugeben (unten verlinke ich den Podcast). Es ist definitiv ein total schwieriges Thema und es gibt komplizierte Grauzonen und noch nicht ausdebattierte Themen. Außerdem, und genau darum geht es auch, gibt es ein bestimmtes  Konsumverhalten, das schnell missverstanden werden kann, wie bei Menschen, die denken, mit Bambuszahnbürsten die Welt retten zu können. Zu Beginn will ich sagen, dass ich weiterhin zu dem stehe, was ich geschrieben habe und dass es super wichtige Dinge sind, auf die es zu achten gilt! Trotz alledem gibt es da noch eine kleine Anmerkung zu machen, die ich eigentlich als Selbstverständlichkeit auffasse, die es aber natürlich nicht für alle Menschen ist, was ich respektiere und hiermit erklären möchte.

Im letzten Blogbeitrag schrieb ich darüber, was wir tun können, um unseren Planeten zu schützen, darunter waren Dinge aufgelistet, bei denen jeder individuell entscheiden kann, sie im Alltag zu integrieren oder zu verändern. Nun die Sache, die ich hierbei gerne noch einmal verdeutlichen möchte:

Unser Konsumverhalten hält nicht die Klimakrise auf und wir werden niemals allein damit den Planeten „retten“ können!

Durch unser nachhaltiges Konsumverhalten und viele auf Öko gemachte Produkte und Werbungen wird der Fokus des eigentlichen Problems verschoben und die vermeintlichen Öko Tipps lenken von der unfähigen Klimapolitik ab und versuchen dem Konsumenten weißzumachen, dass es in deren Möglichkeiten liegt, die Klimakrise durch verändertes und nachhaltiges Konsumverhalten aufzuhalten.

Bullshit!

Unser eigenes Konsumverhalten wird die Klimakrise nicht stoppen!

Politiker*innen im Bundestag oder in verschiedenen Ministerien können das. Es geht nämlich primär nicht darum, dass wir uns an das System anpassen und versuchen „das Beste“ draus zu machen, sondern es geht darum das System zu verändern, hin zu einer besseren (Klima)Politik. Und das wird nicht erreicht, indem wir nur noch Bambuszahnbürsten kaufen und kein Fleisch mehr essen, sondern indem wir auf die Straße gehen, aktiv gegen die Politik demonstrieren und uns hunderten Aktivist*innen anschließen, damit die Politik endlich ihren Arsch hochkriegt.

Wir, von der Wirtschaft als reine Konsumenten reduziert, haben einen total begrenzten Spielraum, der es uns nämlich eben nicht möglich macht, mit unserem Konsumverhalten den Planeten zu retten. Es gibt immer noch viel zu viele Faktoren, über die wir keine Macht haben. Wie zum Beispiel den Bau von Autobahnen oder den Einfluss von supergroßen Ölgiganten oder den immensen Stromverbrauch staatlich geführter Einrichtungen, wie Universitäten oder Hochschulen. Über so etwas hat eben nur die Politik Macht.

Es geht nicht darum, dafür zu sparen, bestimmte nachhaltige Produkte zu kaufen, sondern dafür zu kämpfen, dass ebendiese Produkte zum Standard Sortiment gehören und nicht hinter verbilligten Massenprodukten verschwinden. Es geht nicht primär darum, sich krampfhaft vegetarisch zu ernähren, sondern dafür aktiv einzustehen, dass die Massentierhaltung abgeschafft wird.

Viele sagen dann immer: „Ja, aber wenn wir alle kein Fleisch mehr essen würden, dann…“. Ja, das mag stimmen, aber das wird in der Realität niemals möglich sein! Denn bevor wir uns über die Familie vor uns an der Kasse aufregen, die riesige Plastiktüten mit Billigfleisch auf dem Band liegen hat, sollten wir lieber dafür kämpfen, dass es ein bedingungsloses Grundeinkommen gibt, damit sich ebendiese Familie, die kein Geld für mehr hat, ein nachhaltigeres Konsumverhalten leisten kann!

Trotzdem ist es wichtig das in deinem Rahmen Mögliche zu tun! Beim Einen ist es nur der Jute Beutel der beim Einkaufen hervorkommt und beim Anderen sind es die monatlich tausend Euro Spenden an wasweißichwohin, plus einen Kühlschrank voller Bioprodukte, plus eine vegane Ernährungsweise. Wir haben nicht alle die gleichen Mittel und für manche Menschen ist es unumgehbar Langstreckenflüge zu fliegen oder Nicht-Bio-Produkte zu kaufen.

Wir sollten nicht vergessen, dass wir nicht nur Konsumenten in dieser Welt sind. An erster Stelle sind wir eigenständige Menschen, die über ihr Konsumverhalten hinaus Dinge verändern können!

Die im letzten Blogbeitrag angesprochene Kommunikation ist dabei das Wichtigste! Das Reden über unser Verhalten und Animieren unserer Mitmenschen, zum Beispiel zur Partizipation am nächsten Klimastreik oder zur Teilnahme an verschiedenen Petitionen.

Kommunizieren, inspirieren, aufmerksam machen und kämpfen!

Because there is no planet B!


mediale Schnelllebigkeit

Kommen wir zum eigentlichen Thema, was mich nun schon eine ganze Weile beschäftigt!

Erinnerst du dich noch an die Brände in Australien letztes Jahr? Erinnerst du dich noch an Fridays for Future und die „Ende Gelände“ Bewegung überall in den Medien? Erinnerst du dich noch an die riesige Explosion in Beirut? Erinnerst du dich noch an die Einführung des Abtreibungsgesetzes in Polen?

Was ist aus all dem geworden? Brennt Australien immer noch? Wie leben die Menschen, die ihren Wohnraum durch die Explosion verloren haben, jetzt? Was ist aus dem Gesetz geworden, demonstrieren die Leute immer noch?

All das wird überschattet von einer globalen Pandemie, die zwar in keinem Fall weniger wichtig, gefährlich oder ausschlaggebender ist, aber doch wie ein Radiergummi auf andersartig drastische Situationen wirkt. Und das macht die mediale Welt so gefährlich. Wir werden mit brandaktuellen Themen zugestopft, bis nach zwei Wochen die „nichtmehraktuellnichtmehrwichtig“-Glocke läutet und die nächsten Themen vor der Tür stehen. Jetzt ist Covid-19 ein ständig überrepräsentiertes Thema der Nachrichtenportale und ich finde kaum noch das Ende von Problemen, deren Anfang ich nur kenne.

Denn die Buschbrände in Australien dauern immer noch an. Das Abtreibungsgesetz wurde trotz immenser (immer noch aktiver) Proteste verabschiedet. Aktivist*innen kämpfen härter denn je für den Klimaschutz und neben einer globalen Pandemie herrschen immer noch Kriegszustände in Afghanistan, Syrien, Libyen, im Iran und der Ukraine.  

Was ich damit sagen will…

…ist, dass man dagegen wenig tun kann. Das ist nun mal eben die mediale Schnelllebigkeit unserer Zeit…die ja auch ihre guten Seiten hat. Und doch gibt es da etwas Kleines, was man ganz individuell tun kann…:

Lass dich vom medialen Strom nicht immer mitreißen. Verfolge Probleme, die dir wichtig sind, die es wert sind zu teilen und zu verbreiten. Kratze nicht nur an der Oberfläche, sondern schau über den Tellerrand hinaus! Das interessante liegt meistens hinter den Schlagzeilen😉

Ciao.

Podcast: Spotify – 3 Ökotipps, mit denen wir das Klima retten… nicht! – 1,5 Grad – der Klima-Podcast mit Luisa Neubauer | Podcast auf Spotify

Was DU tun kannst.

Wie wir die Erde schützen können. Mit 9 Dingen, die du in deinen Alltag integrieren kannst.

Liebste Lesende,

Nach noch mehr Veränderungen und ein paar Schwierigkeiten mit dem Gesetz, jetzt hoffentlich ein endgültiger Titel. Hiermit willkommen im Femi Cafe!!! Ein virtuelles, feministisches Cafe, in dem du dich durch die Beiträge „blättern“ kannst, mit einer Tasse Kaffee oder Tee in der Hand. Gerne kannst du auch immer Kommentare hinterlassen oder eine E-Mail schreiben, um in tatsächliche Kommunikation zu treten. Nun aber zum dies-wöchigen Thema: unsere Umwelt und was DU tun kannst, um sie zu schützen.

Oft sehe oder lese ich Nachrichten über große Organisationen, die riesige Aktionen starten, um den Klimawandel zu stoppen. In den Momenten fühle ich mich machtlos in meiner Position oder bin davon überzeugt, nur so und nicht anders, kann ich etwas für die Umwelt tun. Aber das stimmt nicht ganz. Im Folgenden findest du eine Liste mit 9 Dingen, über welche allein du die Macht hast.

  1. Plastikverpackungen beim Einkaufen vermeiden. In den meisten Läden gibt es immer auch verpackungsfreie Produkte. Am besten bringst du deinen eigenen Beutel mit und hast am Ende des Jahres viel Müll vermieden.
  2. Einen eigenen Becher „To go“ mitbringen.
  3. Auf Kurzstreckenflüge verzichten. Bei einem Flug von Berlin nach München (hin und zurück), stößt ein Flugzeug rund 308 kg CO2 aus. Im Vergleich liegt der Zug nur bei 34 kg.
  4. Weniger Fleischkonsum, mehr pflanzliche Alternativen. Tierhaltung und Fleischproduktion machen 14,5% aller Treibhausgasemissionen aus.
  5. Mehr Bio und regional einkaufen.
  6. Beim Klamotten kaufen auf second hand achten.
  7. Produkte mit Palmöl/fett vermeiden. Einer der Gründe, warum der Regenwald gerodet wird, ist dieses Öl.
  8. Auf bestimmte Siegel achten (FairTrade/Bio/vegan/Naturland/der blaue Engel).
  9. Kommunikation. Rede mit deinen Mitmenschen über deine Entscheidungen, teile, was du zugunsten der Umwelt entscheidest, vielleicht nimmt sich jemand ein beispiel an dir und lässt sich motivieren, ebenfalls etwas beizutragen.

Und zu guter Letzt: Prioritäten setzen! Natürlich ist Fleisch lecker, natürlich ist ein Flug billiger als die Bahn, natürlich kann man sich nicht immer 15 min. mehr Zeit im Laden nehmen, um auf bestimmte Inhaltsstoffe zu achten. Aber am Ende steht doch immer die Frage, ob man sich jetzt endlich mal aus seiner Komfortzone bewegen möchte, seine Priorität auch einmal auf das Wohlbefinden eines Planeten setzt und der nächsten Generation vielleicht eine bessere Welt hinterlässt.

Es ist einfach Fleisch zu essen, es ist lecker. Du hast dich daran gewöhnt und es ist zur Selbstverständlichkeit geworden. Doch ist der einfachste Weg auch immer der beste?

your choice.

Und mit diesen, doch etwas direkten Worten

Ciao.

Hart.

Liebste Lesende,

Den ganzen Tag saß ich vor dem Laptop ohne ein geschriebenes Wort. Mir schwammen viele Themen durch den Kopf, über die ich hätte schreiben können, aber in der Lage etwas aufs Papier zu bringen, war ich nicht. Mit dem Schreiben über politische Themen geht (meiner Erfahrung nach) immer Unsicherheit einher. Entsprechen die recherchierten Fakten auch wirklich der Realität? Schreibe ich politisch korrekt? Erst gerade eben ist mir aufgefallen, dass ich in meiner Anrede lediglich eindeutig männliche und weibliche Personen angesprochen habe, aber z.B. intersexuelle Personen außenvor ließ (es sei hiermit berichtigt;)) Es ist nicht leicht, einfach, zack, einen selbstsicheren Text auf die Beine zu stellen und sich super sicher damit zu fühlen. Aber learning by doing, right?!


Heute, am 19.03, war globaler Klimastreik und ich und rund 200 andere Menschen standen in Weimar auf der Straße (für unsere mittelgroße, kleine Stadt gar nicht mal so schlecht). Auch noch 2 1/2 Jahre nach Greta Thunbergs erstem Streik ist es wunderbar zu sehen, wie viele Menschen die Lahmheit der Politik aushalten, sich nicht unterkriegen lassen und immer noch auf die Straße gehen, um für das Klima zu kämpfen. Und damit ist es noch nicht einmal getan. Heute steht die FFF-Bewegung nicht nur für eine bessere Klimapolitik, sondern intersektional auch für Antikapitalismus, Antifaschismus, und Feminismus ein.

intersektional?

Intersektionalität bedeutet ganz einfach, dass es Schnittmengen in unterschiedlichen Diskriminierungsformen gibt. Grundsätzlich in den Kategorien Geschlecht, Klasse und Ethnie. So kann eine schwarze Frau gleichzeitig von Rassismus betroffen sein, wie auch aufgrund ihres Geschlechts unterdrückt werden.

Die FFF-Bewegung betrachtet das Problem also nicht nur von der rein klimapolitischen und eurozentrischen Seite aus, sondern stellt dabei klar, dass die Lösung des Problems viel vernetzter und komplexer ist. So ist zum Beispiel der globale Süden viel härter von den Folgen der Klimapolitik in Deutschland betroffen, als wir selbst. Es heißt also nicht mehr nur noch „climate change“, sondern „system change“. Nicht nur die Klimapolitik, sondern ganze Machtstrukturen müssen verändert werden.


WORLD.

Dieses Mal war zwar alles ein bisschen kürzer, aber ich hoffe, dich vielleicht trotzdem zum Nachdenken angeregt zu haben;)

Ciao.

Über einen Neuanfang und den feministischen Kampftag.

Liebste Leserin, liebster Leser

Wie du wahrscheinlich schon mitbekommen hast, hat sich hier ein bisschen was verändert. Ich hatte es im letzten Beitrag schon angekündigt: Ich möchte mich jetzt „nur noch“ auf politische Themen konzentrieren, zum Beispiel mehr über Feminismus, BLM, Aktivismus und LGBTQ+ schreiben. Ich denke, gerade jetzt ist es wichtig keinen Blümchenblog zu führen (so sehr ich sie auch liebe!), sondern über Dinge zu berichten, die schlichtweg gehört werden wollen!

Was werden wir tun? Wie können wir verändern? Werden wir laut? Bleiben wir still? Setzen wir einen Funken?!

Es ist zwar schon wieder sechs Tage her, aber jeden Tag ein Thema (das sollte es zumindest sein). Der feministische Kampftag, den vielleicht auch viele unter „Weltfrauentag“ kennen. Warum aber feministischer Kampftag?



Der erste und wahrscheinlich auch offensichtlichste Grund ist dieser hier:

Was passiert hauptsächlich am Männertag? Männer feiern sich, gehen auf Partys und betrinken sich. 2019 ereigneten sich in Deutschland am Männertag 263 Verkehrsunfälle unter Alkoholeinfluss, 165 mehr als an einem normalen Tag (Quelle siehe unten). Und was passiert hauptsächlich am Frauentag? Menschen gehen weltweit auf die Straße, kämpfen für ihre Rechte, fordern Gleichberechtigung und stehen für eine gerechtere Welt ein. Es ist nicht nur ein Frauentag. Es ist ein Kampftag!

Warum feministisch?

Vielen Menschen (eingeschlossen mir) ist es an diesem Tag wichtig, für Gleichberechtigung einzustehen. Nun wird aber schnell klar, dass nicht nur Frauen vom patriarchalen System unterdrückt bzw. benachteiligt werden und der Begriff „Frauentag“ irrtümlich ist und bestimmte Menschen ausgrenzt. Es geht an diesem Tag also nicht nur um Frauen, sondern um sogenannte FLINTA* Personen. Dieser Begriff schließt Frauen, lesbische Frauen, inter Menschen, nicht-binäre Personen, Trans*gender Personen, agender Personen und weitere ein (Begriffserklärungen unten;)). Da sich der Feminismus nicht nur mit der Gleichberechtigung zwischen Mann und Frau beschäftigt, sondern der aller Menschen, feiere ich und viele andere Menschen am 08. März nicht den Weltfrauentag, sondern den feministischen Kampftag.


Begriffserklärung FLINTA *

  • F : Frauen (hier heterosexuelle cis-Frauen)
  • L: lesbische Frauen (homosexuelle Frauen)
  • I: inter Personen (Personen, die aus biologischen Gründen nicht eindeutig dem Geschlecht des Mannes oder der Frau zugeordnet werden können)
  • N: nicht-binär (Personen, die sich als Frau und Mann identifizieren und weder nur das eine oder andere sind, bzw. sich weder als weiblich noch männlich identifizieren)
  • T: trans-Menschen (Personen, die sich nicht mit dem bei der Geburt zugeordnetem Geschlecht identifizieren bzw. es ablehnen)
  • A: agender Personen (Personen, die sich mit keinem Geschlecht identifizieren, geschlechtslos sind)
  • *: schließt alle Menschen (hier nicht heterosexuelle cis-Männer) mit ein, die nicht genannt werden, aber unwiderruflich dazugehören

So. Das wars erstmal wieder. Lass gerne deine E-Mail Adresse für Updates da und schreib mir, wenn du Tipps, Anmerkungen oder Wünsche hast!

Ciao.

Quellen

• Infografik: Am Vatertag passieren die meisten Alkoholunfälle | Statista

black history month.

3 Persönlichkeiten und ihre Geschichte

Liebste Leserin, liebster Leser,

Der Februar, den du vielleicht auch als „black history month“ kennst, geht dem Ende zu und ich habe mir gedacht, dass es eine gute Gelegenheit sein könnte dir ein paar Persönlichkeiten vorzustellen, die es nicht immer in die Geschichtsbücher geschafft haben, nicht DIE Anführer oder Helden großer Widerstandsgruppen waren, aber trotzdem wichtige Grundsteine gelegt haben, möglicherweise jemandens Vorbilder und ein Teil des Großen und Ganzen waren (unten verlinke ich dir die Quellen, wenn du Lust hast mehr darüber zu lesen).


Sadie Tanner Mossel Alexander (1898-1989)

1921 wird sie zur ersten afro-amerikanischen Frau, die einen Doktor in Wirtschaftswissenschaften und 1927 zur ersten, die einen Abschluss in den Rechtswissenschaften der University of Pennsylvania Law School bekommt. Trotz ständiger Schwierigkeiten aufgrund ihrer Hautfarbe, setzte sie sich ihr Leben lang aktiv für Gleichberechtigung und Bürgerrechte in den USA ein und im Alter von 91, war sie Preisträgerin von sieben Ehrentiteln.


Ella Baker (1903-1986)

Ella Baker mag für viele außerhalb der Aktivismus-Kreise ein unbekannter Name sein, doch innerhalb derer wurde sie oft als „Mutter der Bürgerrechtsbewegung“ bezeichnet. Sie war u.a. Mitarbeiterin (und später Direktorin) der NAACP (national association for the advancement of colored people). Im Süden der USA war sie viel unterwegs, um weitere Mitglieder zu gewinnen und ihr Wissen an andere Generationen weiterzugeben. Sie strebte die Vernetzung unterschiedlicher Schichten an und arbeitete sowohl mit Fachkräften, als auch ungelernten Arbeitern.


Gil Scott-Heron (1949-2011)

Gil Scott-Heron ist ein New Yorker Poet, Musiker und Aktivist, der durch seine gesellschaftskritischen Texte, Bewusstsein für die afroamerikanischen Menschen und deren Kultur schuf. Mainstream – Popularität erreichte er nie und trotzdem wird er von einigen als „godfather of rap“ bezeichnet, seine musikalischen Ideen sind immer noch Inspiration für heutige Musiker*innen. Sein wohl bekanntestes Werk ist „the revolution will not be televised“, ein Gedicht über die kritische Verbindung zwischen TV-Konsum und Straßendemonstrationen.


Im Laufe der Bearbeitung dieses Beitrags habe ich über einige Dinge (betreffend des Blogs) nachgedacht. Dieser Blog ist ja noch so ziemlich in der Bearbeitungsphase und entwickelt sich, so wie ich und meine Vorstellungen, ständig weiter. Jetzt habe ich mich allerdings noch für ein paar „radikalere Umbrüche“ entschieden. Die zukünftige Nische, in der ich mich bewegen möchte und werde, wird die der Politik, des Aktivismus und Feminismus sein. Im Zuge dieser Entscheidung, wird sich der Name des Blogs höchstwahrscheinlich auch noch verändern. Ich hoffe sehr, dass du trotzdem dranbleibst, dich weiter für meine Einträge interessierst und offen für Neues bist : ) .

Ciao.


Textquellen:

Black people in history: Little-known figures to know (cnn.com)

Eine Biographie von Sadie Tanner Mossell Alexander (peopleperproject.com)

Sadie Tanner Mossell Alexander – Wikipedia

Ella Baker – Wikipedia

Bildquellen:

A Biography of Sadie Tanner Mossell Alexander (thoughtco.com)

MLK Day: Meet Ella Baker, Mother of Civil Rights Movement | Time

Gil Scott-Heron | Music fanart | fanart.tv


Etwas zum hoffen.

Liebste Leserin, liebster Leser,

Auf der Suche nach Themen, die dich und mich gleichermaßen interessieren könnten, bin ich diese Woche ins Grübeln gekommen. Ich habe Zeitungen, Bücher und die Tagesthemen durchforstet, aber in einer Zeit, in der Corona und die US-amerikanische Politik die Medien dominieren, ist das nicht so einfach. Und macht auch keinen Spaß. Die Medien werden von Krisensituationen, Notständen und Todeszahlen beherrscht. Ich habe schon gar keine Lust mehr, Nachrichten zu schauen oder mich über das „C-Wort“ zu unterhalten. Ich bin mutlos, sobald wieder jemand über die aktuellsten Berichte zu sprechen anfängt. Wo sind die guten Nachrichten hin? Und damit meine ich nicht, Promi-Klatsch oder schlechte Nachrichten auf Satire gemacht, sondern die wirklich tollen. Die, die dich zum lächeln bringen und in dir einen Hoffnungsschimmer wecken. Vielleicht geht es ja nur mir so, vielleicht bin ich einfach schlecht informiert und du liest ständig sowas, aber wenn nicht… dann habe ich hier für dich mal das Internet nach den wirklich guten Nachrichten durchforstet:

1. 2020 ist die Luftbelastung durch Stickstoffoxide erheblich gesunken. Lediglich 3-4% der Messtationen an den Straßen haben den Grenzwert von 40 Mikrogramm pro Kubikmeter Luft überschritten (-> 2019 waren es noch 21%). Da das hier jetzt natürlich gute Nachrichten werden sollen, lassen wir auch unerwähnt, dass dieses Ziel 2010 schon hätte erreicht werden sollen… (Quelle: Belastung durch Stickoxide sinkt stark – Politik – SZ.de (sueddeutsche.de) )

2. Nach dem Kälteeinbruch in Texas, bei dem es schon mal -39° C werden konnte, sind nicht nur Menschenleben bedroht, in dem sonst eher sommerlichen Staat. 4000 Schildkröten wurden aus dem Golf von Mexiko gefischt und in ein Tagungszentrum geschafft, wo sie sich nun von ihrer Kältestarre erholen können. Ein Hoch auf die Organisation Sea Turtle Inc., die diesen Einsatz initiiert hat! (Quelle: Nach Wintereinbruch in Texas: Rettungseinsatz für 4000 Schildkröten | tagesschau.de )

3. IKEA hat, in den USA, ein 45 Quadratkilometer großes Waldstück gekauft und es zum Schutzgebiet erklärt. Dort gerodet werden kann also nicht mehr. (Hätte ich wirklich nicht gedacht…) (Quelle: IKEA kauft Wald und erklärt ihn zum Schutzgebiet | Positive Nachrichten (nur-positive-nachrichten.de) )

4. Ein junges Unternehmen aus Wien hat sich darauf spezialisiert, Bienen in Deutschland und Österreich zu schützen und zu vermehren. Durch ihre Initiative und Partnerschaften mit anderen Unternehmen und der Zusammenarbeit mit 202 Imker*innen, schafften sie es 2020, die Bienenpopulation um 12 Millionen Bienen zu bereichern. Für 2021 ist eine Bienenpopulation von insgesamt 50 Mio. Bienen geplant! (Quelle: Durch Bienen Startup 12 Millionen mehr Bienen | Positive Nachrichten (nur-positive-nachrichten.de) )

5. Diese Nachricht ist zwar schon von Anfang Januar 2021, aber ich möchte sie hier trotzdem mit aufführen: Frauen in Russland dürfen nun 350 Berufe ausüben, die vorher nur für Männer zugänglich waren. Darunter findet sich z.B. das Fahren einer U-Bahn, als Schiffskapitän arbeiten oder die Erlaubnis zum Fällen von Bäumen ein. (Quelle: Berufsfreiheit für Frauen | Positive Nachrichten (nur-positive-nachrichten.de) )

So. Das war toll!

Ciao.

Feminismus. Und wie du schlauer aus ihm wirst.

mit 9 Büchern, die du gelesen haben solltest

Liebster Leser, Liebste Leserin,

Ein bisschen mit Verzögerung, aber jetzt da: meine kleine, feministische Literaturliste. In letzter Zeit beschäftige ich mich viel mit dieser Art von Literatur und finde, es ist eine super Gelegenheit meine Erfahrungen und vor allem meine Buchtipps nun hier mit dir zu teilen!

Im Folgenden findest du nun also eine Liste mit neun feministischen Büchern, die (wie ich finde) jeder gelesen haben sollte:

  1. Untenrum frei (Margarete Stokowski)

Mit Witz, Schlagfertigkeit und standfesten Meinungen spricht Margarete Stokowski über ihren Alltag. In ihrem Buch findest du gleichermaßen Wissen und unterhaltende Stories, so dass das lesen niemals langweilig wird. Durch die realitätsbezogenen Texte, kannst du dich schnell mit dem Erlebten identifizieren und das Buch wird zu deiner eigenen, ganz persönlichen, Geschichte. Das nächste Buch auf Platz 2 der Liste ist ebenfalls von ihr: „die letzten Tage des Patriarchats“.

3. Der Ursprung der Welt (Liv Strömquist)

Liv Strömquist sticht durch ihren ganz besonderen Stil hervor. Sie schreibt und zeichnet Comics. Queer-feministische Comics. An ihrem unbezahlbaren Sarkasmus und Humor, kannst du dich nicht satt lesen und wirst dich immer wieder beim Grinsen erwischen. Trotzdem schafft sie es, unglaublich viele Informationen in ihrem Buch zu versammeln, historische, wie auch aktuelle. In ihrem Buch „der Ursprung der Welt“ geht es vor allem um die Informationen einer ganz bestimmten Sache. Der Vulva. Aus Blickwinkeln der Religion, der Kultur, Natur und Gesellschaft, ist alles dabei. Absolut lesenswert!

… schon allein, um danach zu wissen, warum du kein Kellogs-Müsli mehr essen solltest. Ein weiterer Comic in der Liste auf Platz 4: „der Ursprung der Liebe“.

5. We should all be feminists (Chimamanda Ngozi Adiche)

„We should all be feminists“ ist ein Buch, das ich selbst noch nicht gelesen habe, worauf ich mich aber auf jeden Fall noch stürzen werde. Die Professorin, bei der ich in den Online-Vorlesungen zu „feminism and social justice“ sitze, behauptete selbst, keine Lesevorgaben zu geben, bis auf dieses eine Buch, welches jeder gelesen haben sollte. Es umfasst ca. 62 Seiten und ist in der Form eines Essay geschrieben.

6. Emma (Jane Austen)

Du wirst jetzt vielleicht die Stirn runzeln und denken : „Hä? Jane Austen schreibt doch nur Romane über Frauen, die ihren Traummann finden und generell nicht besonders out of the box denken.“ Ja, das mag zum Teil stimmen, doch musst du dir noch eines anderen Faktors bewusst werden: Jane Austen wurde 1775 geboren und hat es geschafft, in einer Zeit, in der Schriftstellerinnen größtenteils anonym bleiben mussten und ungefördert blieben, Weltliteratur zu schaffen. In ihrem Buch „Emma“ geht es um die, in vielen Bereichen, sehr talentierte, junge und reiche Frau Emma Woodhouse, die ihrer Leidenschaft als Ehestifterin nachgeht.

Jane Austen zeichnet ein realitätsgetreues Bild der damaligen Gesellschaft ab und lässt in „Emma“ auch oft durchblicken, wie es unverheirateten Frauen in dieser Zeit erging. Ein absolutes Muss, schon allein um auch mal in geschichtliche Szenarien einzutauchen, in denen Frauen die Hauptrolle spielten.

7. the handmaids tale (Margarete Atwood)

Margarete Atwood schafft ein dystopisches Amerika, welches Frauen unter einer theokratischen Diktatur kaum Rechte und kein Eigentum zugesteht. Sie sollen lediglich in der Rolle der Hausfrau, Ehefrau und Gebärmaschine vertreten sein. Ein Buch, was zum nachdenken und hinterfragen anregt! Mittlerweile gibt es auch die Serie auf AmazonPrime.

8. Boys don’t cry (Jack Urwin)

Nicht nur Frauen werden in Rollenbilder gedrängt, sollen etwas sein, was sie gar nicht sind. Auch Männer haben mit Stereotypen zu kämpfen. Sie müssen stark, aktiv und „maskulin“ sein. Sie sollen nicht weinen, sondern stattdessen das Geld für die Familie ranschaffen. In Jack Urwins Buch geht es genau darum. Er führt die längst überfällige Debatte über toxische Männlichkeit und betrachtet das Thema „Sexismus“ auch mal von der anderen Seite.

9. Wenn Männer mir die Welt erklären (Rebecca Solnit)

Rebecca Solnit untersucht in ihrem Buch „Wenn Männer mir die Welt erklären“, die verschiedenen Mechanismen des Sexismus. Der Ausgangspunkt dabei, beschreibt das „Phänomen“, bei dem manche Männer ihrem, meist weiblichen, Gegenüber Dinge erklären, ohne auf eine Reaktion zu warten, da sie in der Annahme sind, sie würden es eh nicht wissen. Die Autorin stützt sich dabei auf ihre eigenen Erlebnisse, schreibt mit Witz und Schlagfertigkeit.

Soo… Ich hoffe, ich konnte dir bei deiner nächsten Bücherwahl behilflich sein. Mach es dir mit einer Tasse Kakao auf deinem Lieblingssessel gemütlich und lass dich inspirieren!

Ciao.